Coco De Mer

 

 
Coco-de-Mer Palmen sind entweder männlich oder weiblich, aber bis der Baum das erste mal Blüten treibt, läßt sich kein Unterschied entdecken. Das kann also durchaus 15-40 Jahre dauern.

Männliche Coco-De-Mer
Der phallische, männliche Blütenbestand kann bis zu beeindruckenden 2 Metern lang werden. Einige männliche Palmen produzieren 2 oder 3 dieser Blütenstände auf einmal. Zwischen den übereinandergreifenden braunen Deckblättern sind starke Vertiefungen, die männlichen Blüten einschließen. Dabei gibt es 60-70 Blüten in jeder Vertiefung, die sich alle der Reihe nach öffnen. Jede Blüte hat gelbe Staubbeutel und produziert einen starken, schweren Duft. Ihr Nektar und ihr Pollen steht auf der Speisekarte einiger endemischer Tiere, wie dem des Grünen Geckos, der weißen Nachtschnecke und verschiedenen Insekten.

Die Aufspreizungen an der Basis der großen Blattstiele lassen Wassen den Stamm hinunter zu den Wurzeln laufen.

 

Weibliche Coco-De-Mer
Die großen weiblichen Blüten sind mit großen Deckblättern und nicht mit farbigen Blütenblättern umrandet. Dabei hängen sie an einem dicken, zick-zack-förmigen Stengel. Wenn eine Blüte bestäubt wird, formt sich eine grüne herzförmige Frucht, welche normalerweise einen einzelnen, doppelförmigen Samen enthält.
Die Frucht braucht zirka 7 Jahre, um zur Reife zu gelangen. Sie schließt in ihrer Schale den größten Samen der Welt ein - die erotisch geformte Coco-De-Mer-Nuß.
 

Coco-De-Mer Kegel
An der Basis einer Coco-De-Mer Palme ist ein extrem dichter sowie widerstandsfähiger, von zahlreichen fungergroßen Löchern punktierter Kegel zu finden. Er gleicht einem riesigen Sieb. Dieser Kegel formt einen Sockel, in den das klollige Ende des Stammes paßt. Die widerstandsfähigen und flexiblen Wurzeln führen durch die Löcher dieses Kegels hindurch und verankern somit die Palme im Boden.

Man nimmt an, daß dieser Aufbau dem Stamm eine gewisse Bewegungsfreiheit gestattet, da der Stamm selbst nicht biegsam ist und sich nicht im Wind beugen kann (im Gegensatz zum Stamm der Kokosnußpalme).

Abgestorbene Coco-De-Mer Stämme verfallen nur langsam und sind beliebte Nistplätze des schwarzen Seychellen Papageis. Auch der abgestorbele Kegel ist extrem widerstandsfähig und bleibt noch für viele Jahre bestehen.

Die Nüsse wurden auf den Seychellen als Wasserbehälter, Behältnisse für Zucker und Reis, Fruchtschalen etc. genutzt. Mißgestaltete Nüsse wurden oft zu Knöpfen und Schmuck verarbeitet.

 


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